Therapiepraxis auf 4 Rädern
Monika Lammeraner • 23. Februar 2022
Ein Bus als Behandlungsraum

Kastenwagen als Praxisraum mit einer integrierten Kryosauna - hier habe ich am 14. Oktober 2021 meinen ersten Saunagang absolviert
Immobiliensuche in Krems und Umgebung ist nicht leicht - dies hat sich auch in meinem Fall bestätigt. Bei Gewerbeimmobilien bietet der Markt kaum Auswahl - vielleicht haben auch meine Bemühungen versagt. Wenn ein Immobilienmakler wegen mir nicht mehr schlafen kann, ist mir klar: so kommen wir nicht weiter.
Umbau eines Transporters in eine mobile Kryotherapielounge ist dafür relativ einfach umsetzbar. Ich könnte immerhin die klappbare Therapieliege mitnehmen und Physiotherapie im Rahmen von Hausbesuchen, sowie weiter in der Gemeinschaftspraxis in Weißenkirchen, anbieten. Zugegeben - die Wachau ist nicht die Küste von Kalifornien, ich betreue keine Fußballmannschaft und die Zufahrt zur Stammpatientin in Dürnstein mit dem neuen Firmenwagen wird kein Kinderspiel mehr - trotzdem fand ich die bevorstehende Anschaffung sehr aufregend: mobil, individuell, innovativ.
Was nach Zukunft klingen mag, bestätigt sich jedoch in den Augen des Herstellers als Mangel an der Bodenständigkeit. "Nichtwirtschaftlich und umständlich" klingt das Urteil, das mich wieder zum Anfangspunkt schleudert. Trotz des Gefühls sich nur im Kreis zu drehen, hat man wieder etwas dazu gelernt und die Probefahrt mit dem Mercedes Sprinter (Bild oben) war eine tolle Erfahrung.

Seit sechs Monaten absolviere ich die vierjährige Ausbildung in systemischer Tanztherapie am Europäischen Zentrum für Tanztherapie EZETTHERA. Nach dem Einführungsseminar vor zwei Jahren schrieb ich auf Instagram: Die 4-jährige Ausbildung finde ich hochinteressant aber auch sehr aufwendig und nicht wirklich notwendig für meine berufliche Situation. Aber vielleicht, wenn es mir in ein paar Jahren fad ist und ich nicht mehr so hohe Abschreibungen aufgrund von Praxisgründung habe… wer weiß😉. Ja genau?! Ich habe bisher an vier Seminaren teilgenommen – und spüre jetzt schon, wie diese Ausbildung meine therapeutische Identität erweitert. Hier ein Überblick über die Inhalte: 1. Seminar – Gruppendynamik 12 Menschen beginnen gemeinsam. Rollen entstehen, Stärken werden sichtbar. Ich erlebe mich als „Hüterin des entspannten Genusses“ – eine regulierende, genussvolle Präsenz im Gruppenfeld 🧘♀️🌸. 2. Seminar – Authentische Bewegung In der Stille und mit geschlossenen Augen lassen wir Bewegung entstehen – ohne Vorgabe, ohne Konzept Eine inspirierende, nicht immer einfache Selbstbegegnung jenseits der Struktur. Ein Weg vom Tun ins Sein 🌊💛. 3. Seminar – Entwicklungspsychologie 👶 Spielerisch und tief zugleich. Wir tanzen die Begegnung von Eizelle und Spermium, schlüpfen in Mutter- und Säuglingsrolle, erkunden frühe Bindungserfahrungen . Psychotherapie durch Bewegung wird hier unmittelbar erfahrbar. 4. Seminar – Struktur in der Tanztherapie 🧩 Die Auseinandersetzung mit Rahmen, Setting und Verantwortung weckt in mir die Lust, im zweiten Ausbildungsjahr eine Tanztherapie-Gruppe in meiner Praxis zu initiieren🚀. Fortsetzung folgt! 🌟

Vor zwei Wochen habe ich meinen Master of Science in Osteopathie an der Donau-Universität Krems verteidigt – ein ganz besonderer Meilenstein auf meinem beruflichen und persönlichen Weg. Meine Masterarbeit trug den Titel: „Osteopathic Manipulative Treatment and Whole-Body Cryotherapy for Atopic Dermatitis – A Randomised Controlled Clinical Trial.“ Ich bin unglaublich dankbar für alle, die mich auf diesem Weg unterstützt haben – für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, für alle, die Informationen geteilt haben, und für jene, die mich motiviert und begleitet haben. Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen. 💛 Den Link zur vollständigen Arbeit (PDF) teile ich hier gerne.





